Webhosting

Wer eine Website ins Internet stellen möchte, braucht dazu vor allem erst einmal Webspace. Dabei handelt es sich um Festplattenspeicherplatz und entsprechende Rechenleistung auf dem Server eines Unternehmens, das Webhosting anbietet. Von dort ist die eigene Internetpräsenz dann rund um die Uhr erreichbar.

Webhosting ist aber mehr als nur das zur Verfügung stellen des Speicherplatzes. Im einfachsten Fall können dort statische HTML-Dateien abgelegt werden, oder der Webhoster stellt seinem Kunden sogar einen Homepagebaukasten zur Verfügung.

Zum Angebot gehören üblicherweise eine oder mehrere Domains, die aber auch separat gebucht werden können, und die Möglichkeit, zu dieser Domain gehörende E-Mail-Adressen und Postfächer einzurichten. Es ist durchaus möglich, auf einem Webpsace-Angebot mehrere verschiedene Internetauftritte laufen zu lassen.

Fortgeschrittene Webmaster benötigen oft erweiterte Funktionen, wie zum Beispiel die Ausführung dynamischer Skripte oder den Zugriff auf eine Datenbank. Beim Webhosting wird hier häufig ein Apache Webserver eingesetzt, mit dem PHP-Skripte ausgeführt werden können. Der Kunde hat bei Buchung von Webspace oder auch einem Managed Server den großen Vorteil, dass er sich nicht mit der Einrichtung des Servers auseinander setzen muss. Dies erledigt das Webhosting Unternehmen für ihn. Er selbst muss nur noch seine fertigen Dateien per FTP-Zugang hochladen. Das ist bei einem vom Kunden selbst zu administrierenden Root Server anders, und auf Kundenseite sind hier unbedingt Fachkenntnisse notwendig.

Auf jeden Fall sollte sich der Kunde, der Webhosting bucht, vorher über seine Anforderungen im Klaren sein und sicherstellen, dass der Webhoster genau den passenden Funktionsumfang anbietet. Sonst hat man entweder ein für die private Seite überdimensioniertes Paket, oder aber im umgekehrten Fall sind benötigte Funktionen wie Cronjobs, das Ausführen von Skripten oder der Zugriff auf die .htaccess Datei nicht enthalten. Oder man überlebt böse Überraschungen, wenn man für zu viel Traffic nachzahlt.

Vielfach ist es beim Webhosting so, dass dem Kunden zahlreiche Zusatzleistungen geboten werden. Dazu kann die vereinfachte Installation von Software ebenso gehören wie kostenlose Grafiken, eine Software-CD oder Gutscheine für Werbemaßnahmen bei Webportalen. Guter Support sollte aber für einen Webhosting Kunden eine größere Rolle spielen als verzichtbare Extras.

Wichtig ist auch die Zuverlässigkeit, mit dem ein Webhosting Unternehmen seine Serverleistung zur Verfügung stellen kann. Notwendige Wartungsarbeiten sollten möglichst zu Zeiten stattfinden, in denen eine Website schwach frequentiert ist. Gute Webhosting Unternehmen weisen ihre Kunden bereits im Voraus auf diesen Ausfall hin.

Moderne Rechenzentren bieten mehrfach gesicherte Systeme an, und im Idealfall kümmert sich auch der Webhoster um ein Backup, also die regelmäßige Datensicherung.